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Eine Insel, vier Landschaften
Scrolle weiter: Die Karte fliegt von Norden über den Osten und Süden bis in den Westen. Jede Region hat ihren eigenen Charakter.
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Kreidefelsen, Seebrücken, Schlösser, alte Kirchen und eine Dampfbahn: vierunddreißig Orte auf Deutschlands größter Insel, auf einer Karte zum Entdecken.
Reise um die Insel Zur Inselkarte
Sonne in Sellin
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Unser Vorschlag
Vier Regionen, vierunddreißig Orte. Die Einteilung ist redaktionell, keine amtliche Gliederung.
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Wittow ist der nördlichste Teil Rügens: im Norden Steilküste, im Süden flache Boddenlandschaft. Mit dem Rest der Insel verbindet die Halbinsel nur die fast zwölf Kilometer lange Nehrung Schaabe. Jasmund im Nordosten ist vor allem für seine Kreidefelsen bekannt, hinter der Stubbenkammer liegt der Buchenwald der Stubnitz.
Quellen: Wikipedia: Wittow, Wikipedia: Schaabe, Wikipedia: Jasmund
Neun Orte in dieser Region:
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Die Prorer Wiek ist eine Ostseebucht zwischen Jasmund und der Granitz, ihr Ufer besteht zu großen Teilen aus feinsandigem, breitem Strand, an dem unter anderem Binz liegt. Die bewaldete Granitz mit Buchen und Traubeneichen erreicht am Tempelberg 107 Meter. Südlich davon trennt die Halbinsel Mönchgut mit 53 Kilometern Küstenlinie den Greifswalder Bodden von der Ostsee.
Quellen: Wikipedia: Prorer Wiek, Wikipedia: Granitz, Wikipedia: Mönchgut
Elf Orte in dieser Region:
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Lauterbach, ein ehemaliges Fischerdorf am Rügischen Bodden, gehört heute zur Stadt Putbus, drei Kilometer südöstlich liegt die Insel Vilm. Ganz im Süden liegt die stark gegliederte Halbinsel Zudar zwischen Schoritzer Wiek, Rügischem Bodden und Strelasund, an ihrer schmalsten Stelle nur 900 Meter breit. Dort ist mit dem Palmer Ort der südlichste Punkt Rügens.
Quellen: Wikipedia: Putbus, Wikipedia: Vilm, Wikipedia: Zudar
Acht Orte in dieser Region:
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Das Muttland ist mit rund 650 km² der zentrale und größte Teil Rügens, im Westen grenzt es an die Westrügener, im Norden an die Nordrügener Bodden. Bergen liegt im Zentrum der Insel in hügeligem Gebiet, am Stadtrand erreicht der Rugard 91 Meter. Vor der Westküste liegt die sehr flache Insel Ummanz, die zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zählt.
Quellen: Wikipedia: Muttland, Wikipedia: Bergen auf Rügen, Wikipedia: Ummanz
Sechs Orte in dieser Region:
Tippe auf einen Punkt, um mehr über den Ort zu erfahren.
Vereinfachte Karte, nicht zur Navigation. Die Linie der Bahn verbindet die Ortsmitten und zeigt nicht den genauen Gleisverlauf.
Natur & Küste
Halbinsel Wittow
Am nördlichsten Punkt Rügens fällt ein Steilufer aus Kreide und Geschiebemergel zur Ostsee ab. Auf engem Raum stehen hier zwei Leuchttürme und ein Peilturm. An der äußersten Spitze lag die Jaromarsburg, eine slawische Tempelburg. Weil das Kliff immer wieder abbricht, ist von ihr heute vor allem der Wall zu sehen.
Quellen: Wikipedia: Kap Arkona, Wikipedia: Cape Arkona Lighthouses
Geschichte & Kultur
Gemeinde Putgarten
Das kleine Fischerdorf Vitt gehört wie das Kap zur Gemeinde Putgarten. Zwischen Arkona und Vitt führt die Veilchentreppe hinunter an den Strand. Von Putgarten aus fährt die Kap-Arkona-Bahn sowohl zum Kap als auch nach Vitt.
Quelle: Wikipedia: Kap Arkona
Natur & Küste
Nationalpark Jasmund
Der Kreidefelsen Königsstuhl liegt im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, etwa sieben Kilometer nördlich von Sassnitz. Seit 2023 gibt es dort einen Skywalk als Aussichtsplattform. Hinter der Küste wachsen alte Buchenwälder, von denen ein Teil zum UNESCO-Welterbe gehört.
Quellen: Wikipedia: Königsstuhl, Wikipedia: Nationalpark Jasmund, Nationalpark Jasmund, Nationalpark-Zentrum Königsstuhl
Geschichte & Kultur
Prorer Wiek
In den 1930er-Jahren ließ die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ hier ein riesiges Seebad bauen, das 20.000 Urlauber gleichzeitig aufnehmen sollte. Die Anlage ist bis heute als „Koloss von Rügen“ bekannt. Das Dokumentationszentrum Prora erklärt in der Dauerausstellung „MACHTUrlaub“, wofür die Anlage gedacht war.
Quelle: Dokumentationszentrum Prora
Natur & Küste
Naturerbe Zentrum Rügen bei Prora
Bei Prora führt ein Pfad hinauf in die Baumwipfel bis zum Aussichtsturm „Adlerhorst“, der um eine 30 Meter hohe Rotbuche gebaut wurde. Von oben reicht der Blick über weite Teile der Insel Rügen und die Ostsee.
Quellen: DBU-Pressemitteilung zum 10-jährigen Bestehen (Juni 2023), familienausflug.info: Naturerbe Zentrum Rügen
Seebäder & Bahn
Ostseebad Binz
Die heutige Seebrücke des Ostseebads Binz wurde Mitte der 1990er-Jahre eingeweiht.
Quelle: Wikipedia: Seebrücke Binz
Geschichte & Kultur
Granitz
In der Granitz ließ sich Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ein Jagdschloss bauen. Herzstück ist der Mittelturm, in dem eine gusseiserne Wendeltreppe nach oben führt. Heute ist das Schloss ein Museum.
Quelle: Wikipedia: Granitz Hunting Lodge
Seebäder & Bahn
Ostseebad Sellin
Die erste Selliner Seebrücke entstand 1906. Nach der Schließung 1978 wurde sie in ihrer historischen Gestalt von 1927 rekonstruiert und 1998 feierlich wiedereröffnet.
Quelle: Ostseebad Sellin
Geschichte & Kultur
Süden der Insel
Putbus wurde als Residenzstadt im klassizistischen Stil geplant. Mittelpunkt ist der Circus, ein runder Platz, an dem alle Straßen zusammenlaufen. Die weiß gestrichenen Häuser gaben Putbus den Beinamen „Weiße Stadt“. Weil Hauskäufer Rosen vor ihre Häuser pflanzen sollten, heißt Putbus auch „Rosenstadt“.
Quelle: Wikipedia: Putbus
Seebäder & Bahn
Putbus – Binz – Sellin – Göhren
„Rasender Roland“ nennt der Volksmund die Schmalspurbahn von Putbus über Binz und Sellin nach Göhren. Sie wurde zwischen 1895 und 1899 abschnittsweise eröffnet und wird heute von der Rügenschen Bäderbahn betrieben.
Quelle: Wikipedia: Rügensche Kleinbahn
Geschichte & Kultur
Bergen auf Rügen
Unter dem rügischen Fürsten Jaromar I. begann um 1180 der Bau der Marienkirche als romanische Basilika mit Querschiff. 1193 wurde sie als Klosterkirche für Nonnen der Benediktiner geweiht. Langschiff und Obergeschoss des Querbaus stammen aus dem 14. Jahrhundert, aus der Zeit der Gotik. Die romanischen Wandmalereien gelten als einziges Beispiel für eine vollständige Ausmalung einer Kirche in Norddeutschland. Die Kirche ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Bergen.
Quellen: Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Bergen), Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Bergen, Ev. Kirchengemeinde Bergen: Geschichte
Geschichte & Kultur
Gemeinde Altenkirchen
Dänische Bauleute begannen ab 1168 mit dem Bau der Kirche, 1200 wurde sie geweiht. Sie gilt neben der St.-Marien-Kirche in Bergen als ältestes Gotteshaus auf Rügen und wird der Backsteinromanik zugerechnet. In die Sakristei ist ein liegender Bildstein eingelassen, der nach einer Deutung einen Priester des Slawengottes Svantovit darstellt. Von 1792 bis 1808 war Ludwig Gotthard Kosegarten hier Pfarrer.
Quellen: Wikipedia: Pfarrkirche Altenkirchen, evangelisch.de: Kirche des Jahres 2023 (17.05.2023)
Natur & Küste
zwischen Glowe und Juliusruh
Die fast zwölf Kilometer lange Nehrung verbindet die Halbinseln Jasmund und Wittow. Sie begrenzt sichelförmig die Tromper Wiek und trennt auf der anderen Seite den Großen Jasmunder Bodden von der Ostsee. Der feine Sand bildet eine große natürliche Badebucht zwischen Glowe und Juliusruh. Hinter der mit Strandhafer bepflanzten Düne stehen Kiefern, Birken und Eichen.
Quelle: Wikipedia: Schaabe
Geschichte & Kultur
Gemeinde Glowe
Der dreigeschossige, verputzte Backsteinbau mit vier runden Ecktürmen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nachdem Königin Christine 1649 den Reichsadmiral Carl Gustav Wrangel mit dem Besitz belehnt hatte, wurde er ab 1650 zum Renaissanceschloss umgestaltet. Der Putz in schwedischem Falunrot ist für Rügen untypisch. Das Schloss gilt als ältester Profanbau der Insel und wird seit 1990 als Hotel genutzt.
Quelle: Wikipedia: Schloss Spyker
Natur & Küste
Ostsee vor dem Kap Nordperd
Etwa 350 Meter vor der Strandlinie am Kap Nordperd liegt der Buskam in der Ostsee, einer der größten bisher in Norddeutschland gefundenen Findlinge. Der Granit kam vermutlich mit dem skandinavischen Inlandeis der letzten Eiszeit nach Rügen. Sein Gefüge entspricht dem Hammergranit von Bornholm.
Quelle: Wikipedia: Buskam
Geschichte & Kultur
Groß Zicker, Halbinsel Mönchgut
Das reetgedeckte Hallenhaus wurde 1719/20 aus Holz, Lehm und Rohr gebaut und diente der Versorgung der Pfarrwitwen. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern auf Rügen, ist weiterhin in Kirchenbesitz und dient heute als kleines Museum und für Ausstellungen.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Pfarrwitwenhaus Groß Zicker, visit-mv.com: Parish widows home
Geschichte & Kultur
Lotsenberg bei Thiessow
Südöstlich von Thiessow, nahe dem Südperd, steht auf dem Lotsenberg ein Turm in Stahlfachwerk, 2003 nach historischen Vorbildern errichtet; sein Vorgänger stammte von 1909. Die überdachte Aussichtsplattform liegt in 13 Metern Höhe. Die Lotsenwache am Fuß des Turms stammt von 1854, der Lotsenwachturm war bis etwa 1977 in Betrieb.
Quelle: Wikipedia: Lotsenturm Thiessow
Seebäder & Bahn
Wald Goor bei Lauterbach (Putbus)
Für seine Residenzstadt Putbus ließ Fürst Wilhelm Malte I. 1817/18 an der Goor ein Badehaus bauen, entworfen von Johann Gottfried Steinmeyer. Die Fassade prägt eine Säulenhalle mit 18 weißen Säulen. Eine Allee führt vom rund zwei Kilometer entfernten Putbus zum Badehaus. Nach einer Sanierung ist es seit April 2007 ein Hotel.
Quelle: Wikipedia: Goor (Rügen)
Natur & Küste
Rügischer Bodden, vor Lauterbach
Die kleine Insel liegt im Rügischen Bodden, drei Kilometer südöstlich von Lauterbach, und gehört zur Stadt Putbus. Seit 1936 steht sie unter Naturschutz. Der letzte große Holzeinschlag fand 1527 statt; ihre Buchenwälder zählen zu den ältesten und wertvollsten Naturwäldern Norddeutschlands. Das Bundesamt für Naturschutz betreibt hier seine Internationale Naturschutzakademie. Betreten lässt sich Vilm nur mit einer autorisierten Führung ab Lauterbach.
Quelle: Wikipedia: Vilm
Geschichte & Kultur
südwestlich der Stadt Garz
Südwestlich der Stadt Garz liegt ein slawischer Burgwall aus dem 8. bis 9. Jahrhundert, 1165 als „Borgar Gardz“ erwähnt. Im Jahr 1300 ließ Fürst Witzlaw III. im alten Wall eine neue Burg mit Kapelle bauen. Nach seinem Tod 1325 verfiel sie. Lange hielt man den Wall für die Burg Charenza, Untersuchungen von 2004 und 2005 sprechen eher für den Burgwall bei Venz.
Quelle: Wikipedia: Garz Castle
Geschichte & Kultur
Ralswiek
Graf Hugo Douglas, ein Industrieller schottischer Abstammung, kaufte 1891 das Gut Ralswiek und ließ 1894 bis 1896 ein Schloss im Stil der französischen Renaissanceschlösser an der Loire bauen. Teile der Innenausstattung entwarf Henry van de Velde. Später diente das Haus unter anderem als Altenheim und bis in die 1990er-Jahre als Heim des Deutschen Roten Kreuzes. Seit 2002 ist es nach Restaurierung ein Hotel. Am Ufer des Großen Jasmunder Boddens in Ralswiek finden seit 1993 jeden Sommer die Störtebeker-Festspiele statt.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Schloss Ralswiek, gutshaeuser.de: Ralswiek, Wikipedia: Störtebeker-Festspiele
Geschichte & Kultur
Waase, Insel Ummanz
Die Backsteinkirche wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt, an dieser Stelle hatten Zisterziensermönche schon 1291 eine Kapelle gebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Bekannt ist der spätgotische Antwerpener Schnitzaltar von etwa 1520. Er stand ursprünglich in der Stralsunder Nikolaikirche und wurde 1702 für fünfzig Taler an die Kirche in Waase verkauft.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Waase, Insel Ummanz: St. Marien Church
Geschichte & Kultur
Schaprode
Anfang des 13. Jahrhunderts entstand die Kirche als romanische Basilika, Chorraum und Apsis sind erhalten. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Schiff verkleinert und gotisch überbaut, 1668 kam der hölzerne Dachturm über dem Westgiebel hinzu. Altar, Kanzel und Taufständer stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Tourismuszentrale Rügen nennt sie die drittälteste Kirche der Insel.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Johannes-Kirche Schaprode, visit-mv.com: Village church Schaprode
Geschichte & Kultur
Gingst, Westrügen
Die nach dem Heiligen Jakobus benannte Backsteinkirche entstand um 1300, darauf weist der eingezogene Chor hin. Das dreischiffige Langhaus kam rund hundert Jahre später hinzu. Der ursprüngliche Turm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts brannte 1699 ab. Nach einem Großbrand 1726 wurde die Ausstattung erneuert, in barocken Grundformen mit klassizistischen Details. Nach der St.-Marien-Kirche in Bergen gilt sie als zweitgrößter Kirchenbau der Insel.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Jacobi-Kirche Gingst, visit-mv.com: Church St. Jacobi Gingst
Geschichte & Kultur
Hochuferweg an der Tromper Wiek bei Nobbin
Nur wenige Meter von der Steilküste der Tromper Wiek entfernt liegt direkt am Hochuferweg das Großsteingrab Nobbin. Es stammt aus der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und ist ein trapezförmiges Hünenbett mit zwei Kammern. Die Anlage ist 34 Meter lang, von ehemals 53 Randsteinen sind 39 erhalten.
Quellen: Wikipedia: Großsteingrab Nobbin, Tourismuszentrale Rügen: Hünengräber Nobbin
Geschichte & Kultur
Gummanz nordöstlich von Sagard, Jasmund
Das Kreidemuseum liegt in einer restaurierten Werkhalle des ehemaligen Kreidewerks Gummanz, wo von 1855 bis 1962 Kreide abgebaut wurde. Die Ausstellung erklärt die Kreide, ihren Abbau auf Rügen und die darin eingeschlossenen Fossilien. Zum Gelände gehören ein Freilichtmuseum mit Kreidebruch, ein Kreidesee, ein Naturlehrpfad und ein Aussichtspunkt.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Kreidemuseum, ostsee.de: Kreidemuseum Gummanz
Geschichte & Kultur
Stadthafen Sassnitz
Seit 1996 hat Sassnitz ein Fischerei- und Hafenmuseum, eröffnet zum 100. Jahrestag des Baus der Sassnitzer Mole. Gegründet wurde es auf Initiative ehemaliger Fischer und Bürger der Stadt, seit 2010 betreibt die Stadt Sassnitz das Museum. Themen sind unter anderem die Fährverbindungen ab Sassnitz und die Rolle der Stadt als Marinestandort. Zum Museum gehört der restaurierte Fischkutter „Havel“, ein Schiff jener Serie, die bis 1990 im VEB Fischkombinat Sassnitz im Einsatz war.
Natur & Küste
Schmale Heide, südlich von Neu Mukran
Im Nordteil der Schmalen Heide zwischen Mukran und Prora liegen auf rund 40 Hektar Wälle aus Feuersteingeröll. Abgelagert wurden die Steine bei einer Serie von Sturmfluten vor 3.500 bis 4.000 Jahren. Seit 1935 steht das Gebiet unter Naturschutz. Zwischen den Steinwällen wachsen unter anderem Stechpalmen und vor allem Wacholderbüsche.
Quellen: Wikipedia: Feuersteinfelder, Tourismuszentrale Rügen: Feuersteinfelder bei Neu Mukran
Geschichte & Kultur
südwestlich von Lancken-Granitz
Südwestlich von Lancken-Granitz lagen ursprünglich acht Großsteingräber der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur. Die vier erhaltenen Anlagen sind Großdolmen aus Findlingen: Zwei sind in langgestreckte Hünenbetten eingebaut, zwei in Rundhügel. Funde zeigen, dass die Gräber später weiter genutzt wurden, in der Einzelgrabkultur und in der älteren Bronzezeit. Zusammen mit den benachbarten Gräbern bei Burtevitz bilden sie den größten zumindest teilweise erhaltenen Megalithgräberkomplex Rügens.
Quellen: Wikipedia: Großsteingräber bei Lancken-Granitz, Tourismuszentrale Rügen: Großsteingräber in Lancken-Granitz
Natur & Küste
Halbinsel Zudar, Stadt Garz/Rügen
Der Palmer Ort ist der südlichste Punkt Rügens und der Halbinsel Zudar. Hier geht der Greifswalder Bodden in den Strelasund über. Ein Waldweg, zum Teil als Naturlehrpfad angelegt, führt durch einen kleinen Küstenschutzwald zur Spitze mit einem schmalen, naturbelassenen Sandstrand. Seit 2011 gehört das Gebiet als Nationales Naturerbe der Michael Succow Stiftung.
Quelle: Wikipedia: Palmer Ort
Geschichte & Kultur
Poseritz
Das einschiffige Langhaus entstand von 1302 bis 1325 aus Backstein auf einem Fundament aus Findlingen. Um 1450 erhielt das Schiff ein Kreuzrippengewölbe, auch Turm und Chor stammen aus dieser Zeit. In den 1980er-Jahren wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt und ab 1988 mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wiederhergestellt. Ältestes Ausstattungsstück ist eine gemauerte mittelalterliche Altarmensa.
Quellen: Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Poseritz), Wikipedia: Poseritz
Geschichte & Kultur
Rambin
Die Pfarrkirche von Rambin im Süden Rügens wurde im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt und geht auf einen ersten Kirchenbau des 13. Jahrhunderts zurück. Um 1700 wurde die gotische Backsteinkirche barock umgestaltet. Auf dem Dachfirst sitzt ein Westturm mit spitzem, achteckigem Zeltdach aus Kupferblech. Ältestes Ausstattungsstück ist ein Taufstein aus Kalkstein aus dem 13. Jahrhundert.
Quellen: Wikipedia: St.-Johannes-Kirche (Rambin), visit-mv.com: Village church Rambin
Geschichte & Kultur
Samtens, Dorfplatz
Eine Kirche in Samtens wird 1318 erstmals erwähnt, der heutige Bau entstand im 15. Jahrhundert und zählt in seinem Urzustand zur Backsteingotik. Im 17. Jahrhundert wurde er barock verändert, 1884 kam ein westlicher Vorbau hinzu. Bei der Restaurierung 1935/36 wurden barocke Ausmalungen in Chor und Hauptschiff wiederhergestellt, über dem Gemälde des heiligen Christophorus sind spätgotische Wandmalereien zu sehen. Auf dem Altar steht ein Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert.
Quellen: Wikipedia: Kirche Samtens, visit-mv.com: Church Samtens
Geschichte & Kultur
Trent, Westrügen
Die Kirche wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt und liegt an der sogenannten Heringsstraße. Ältester Teil ist der Chor aus der Zeit um 1400, das dreischiffige gotische Langhaus aus Backstein entstand am Ende des 15. Jahrhunderts weitgehend neu. Der viergeschossige Turm wurde vom Ende des 15. bis ins 17. Jahrhundert gebaut und trägt eine barocke Haube mit Laterne. Ältestes Inventarstück ist ein um 1300 aus Granit gehauener Taufstein.
Quellen: Wikipedia: St.-Katharinen-Kirche (Trent), Tourismuszentrale Rügen: St.-Katharinen-Kirche Trent
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Natur & Küste
Halbinsel Wittow
Am nördlichsten Punkt Rügens fällt ein Steilufer aus Kreide und Geschiebemergel zur Ostsee ab. Auf engem Raum stehen hier zwei Leuchttürme und ein Peilturm. An der äußersten Spitze lag die Jaromarsburg, eine slawische Tempelburg. Weil das Kliff immer wieder abbricht, ist von ihr heute vor allem der Wall zu sehen.
Quellen: Wikipedia: Kap Arkona, Wikipedia: Cape Arkona Lighthouses
Geschichte & Kultur
Gemeinde Putgarten
Das kleine Fischerdorf Vitt gehört wie das Kap zur Gemeinde Putgarten. Zwischen Arkona und Vitt führt die Veilchentreppe hinunter an den Strand. Von Putgarten aus fährt die Kap-Arkona-Bahn sowohl zum Kap als auch nach Vitt.
Quelle: Wikipedia: Kap Arkona
Natur & Küste
Nationalpark Jasmund
Der Kreidefelsen Königsstuhl liegt im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, etwa sieben Kilometer nördlich von Sassnitz. Seit 2023 gibt es dort einen Skywalk als Aussichtsplattform. Hinter der Küste wachsen alte Buchenwälder, von denen ein Teil zum UNESCO-Welterbe gehört.
Quellen: Wikipedia: Königsstuhl, Wikipedia: Nationalpark Jasmund, Nationalpark Jasmund, Nationalpark-Zentrum Königsstuhl
Geschichte & Kultur
Gemeinde Altenkirchen
Dänische Bauleute begannen ab 1168 mit dem Bau der Kirche, 1200 wurde sie geweiht. Sie gilt neben der St.-Marien-Kirche in Bergen als ältestes Gotteshaus auf Rügen und wird der Backsteinromanik zugerechnet. In die Sakristei ist ein liegender Bildstein eingelassen, der nach einer Deutung einen Priester des Slawengottes Svantovit darstellt. Von 1792 bis 1808 war Ludwig Gotthard Kosegarten hier Pfarrer.
Quellen: Wikipedia: Pfarrkirche Altenkirchen, evangelisch.de: Kirche des Jahres 2023 (17.05.2023)
Natur & Küste
zwischen Glowe und Juliusruh
Die fast zwölf Kilometer lange Nehrung verbindet die Halbinseln Jasmund und Wittow. Sie begrenzt sichelförmig die Tromper Wiek und trennt auf der anderen Seite den Großen Jasmunder Bodden von der Ostsee. Der feine Sand bildet eine große natürliche Badebucht zwischen Glowe und Juliusruh. Hinter der mit Strandhafer bepflanzten Düne stehen Kiefern, Birken und Eichen.
Quelle: Wikipedia: Schaabe
Geschichte & Kultur
Gemeinde Glowe
Der dreigeschossige, verputzte Backsteinbau mit vier runden Ecktürmen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nachdem Königin Christine 1649 den Reichsadmiral Carl Gustav Wrangel mit dem Besitz belehnt hatte, wurde er ab 1650 zum Renaissanceschloss umgestaltet. Der Putz in schwedischem Falunrot ist für Rügen untypisch. Das Schloss gilt als ältester Profanbau der Insel und wird seit 1990 als Hotel genutzt.
Quelle: Wikipedia: Schloss Spyker
Geschichte & Kultur
Hochuferweg an der Tromper Wiek bei Nobbin
Nur wenige Meter von der Steilküste der Tromper Wiek entfernt liegt direkt am Hochuferweg das Großsteingrab Nobbin. Es stammt aus der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und ist ein trapezförmiges Hünenbett mit zwei Kammern. Die Anlage ist 34 Meter lang, von ehemals 53 Randsteinen sind 39 erhalten.
Quellen: Wikipedia: Großsteingrab Nobbin, Tourismuszentrale Rügen: Hünengräber Nobbin
Geschichte & Kultur
Gummanz nordöstlich von Sagard, Jasmund
Das Kreidemuseum liegt in einer restaurierten Werkhalle des ehemaligen Kreidewerks Gummanz, wo von 1855 bis 1962 Kreide abgebaut wurde. Die Ausstellung erklärt die Kreide, ihren Abbau auf Rügen und die darin eingeschlossenen Fossilien. Zum Gelände gehören ein Freilichtmuseum mit Kreidebruch, ein Kreidesee, ein Naturlehrpfad und ein Aussichtspunkt.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Kreidemuseum, ostsee.de: Kreidemuseum Gummanz
Geschichte & Kultur
Stadthafen Sassnitz
Seit 1996 hat Sassnitz ein Fischerei- und Hafenmuseum, eröffnet zum 100. Jahrestag des Baus der Sassnitzer Mole. Gegründet wurde es auf Initiative ehemaliger Fischer und Bürger der Stadt, seit 2010 betreibt die Stadt Sassnitz das Museum. Themen sind unter anderem die Fährverbindungen ab Sassnitz und die Rolle der Stadt als Marinestandort. Zum Museum gehört der restaurierte Fischkutter „Havel“, ein Schiff jener Serie, die bis 1990 im VEB Fischkombinat Sassnitz im Einsatz war.
Geschichte & Kultur
Prorer Wiek
In den 1930er-Jahren ließ die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ hier ein riesiges Seebad bauen, das 20.000 Urlauber gleichzeitig aufnehmen sollte. Die Anlage ist bis heute als „Koloss von Rügen“ bekannt. Das Dokumentationszentrum Prora erklärt in der Dauerausstellung „MACHTUrlaub“, wofür die Anlage gedacht war.
Quelle: Dokumentationszentrum Prora
Natur & Küste
Naturerbe Zentrum Rügen bei Prora
Bei Prora führt ein Pfad hinauf in die Baumwipfel bis zum Aussichtsturm „Adlerhorst“, der um eine 30 Meter hohe Rotbuche gebaut wurde. Von oben reicht der Blick über weite Teile der Insel Rügen und die Ostsee.
Quellen: DBU-Pressemitteilung zum 10-jährigen Bestehen (Juni 2023), familienausflug.info: Naturerbe Zentrum Rügen
Seebäder & Bahn
Ostseebad Binz
Die heutige Seebrücke des Ostseebads Binz wurde Mitte der 1990er-Jahre eingeweiht.
Quelle: Wikipedia: Seebrücke Binz
Geschichte & Kultur
Granitz
In der Granitz ließ sich Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ein Jagdschloss bauen. Herzstück ist der Mittelturm, in dem eine gusseiserne Wendeltreppe nach oben führt. Heute ist das Schloss ein Museum.
Quelle: Wikipedia: Granitz Hunting Lodge
Seebäder & Bahn
Ostseebad Sellin
Die erste Selliner Seebrücke entstand 1906. Nach der Schließung 1978 wurde sie in ihrer historischen Gestalt von 1927 rekonstruiert und 1998 feierlich wiedereröffnet.
Quelle: Ostseebad Sellin
Seebäder & Bahn
Putbus – Binz – Sellin – Göhren
„Rasender Roland“ nennt der Volksmund die Schmalspurbahn von Putbus über Binz und Sellin nach Göhren. Sie wurde zwischen 1895 und 1899 abschnittsweise eröffnet und wird heute von der Rügenschen Bäderbahn betrieben.
Quelle: Wikipedia: Rügensche Kleinbahn
Natur & Küste
Ostsee vor dem Kap Nordperd
Etwa 350 Meter vor der Strandlinie am Kap Nordperd liegt der Buskam in der Ostsee, einer der größten bisher in Norddeutschland gefundenen Findlinge. Der Granit kam vermutlich mit dem skandinavischen Inlandeis der letzten Eiszeit nach Rügen. Sein Gefüge entspricht dem Hammergranit von Bornholm.
Quelle: Wikipedia: Buskam
Geschichte & Kultur
Groß Zicker, Halbinsel Mönchgut
Das reetgedeckte Hallenhaus wurde 1719/20 aus Holz, Lehm und Rohr gebaut und diente der Versorgung der Pfarrwitwen. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern auf Rügen, ist weiterhin in Kirchenbesitz und dient heute als kleines Museum und für Ausstellungen.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Pfarrwitwenhaus Groß Zicker, visit-mv.com: Parish widows home
Geschichte & Kultur
Lotsenberg bei Thiessow
Südöstlich von Thiessow, nahe dem Südperd, steht auf dem Lotsenberg ein Turm in Stahlfachwerk, 2003 nach historischen Vorbildern errichtet; sein Vorgänger stammte von 1909. Die überdachte Aussichtsplattform liegt in 13 Metern Höhe. Die Lotsenwache am Fuß des Turms stammt von 1854, der Lotsenwachturm war bis etwa 1977 in Betrieb.
Quelle: Wikipedia: Lotsenturm Thiessow
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Schmale Heide, südlich von Neu Mukran
Im Nordteil der Schmalen Heide zwischen Mukran und Prora liegen auf rund 40 Hektar Wälle aus Feuersteingeröll. Abgelagert wurden die Steine bei einer Serie von Sturmfluten vor 3.500 bis 4.000 Jahren. Seit 1935 steht das Gebiet unter Naturschutz. Zwischen den Steinwällen wachsen unter anderem Stechpalmen und vor allem Wacholderbüsche.
Quellen: Wikipedia: Feuersteinfelder, Tourismuszentrale Rügen: Feuersteinfelder bei Neu Mukran
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südwestlich von Lancken-Granitz
Südwestlich von Lancken-Granitz lagen ursprünglich acht Großsteingräber der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur. Die vier erhaltenen Anlagen sind Großdolmen aus Findlingen: Zwei sind in langgestreckte Hünenbetten eingebaut, zwei in Rundhügel. Funde zeigen, dass die Gräber später weiter genutzt wurden, in der Einzelgrabkultur und in der älteren Bronzezeit. Zusammen mit den benachbarten Gräbern bei Burtevitz bilden sie den größten zumindest teilweise erhaltenen Megalithgräberkomplex Rügens.
Quellen: Wikipedia: Großsteingräber bei Lancken-Granitz, Tourismuszentrale Rügen: Großsteingräber in Lancken-Granitz
Geschichte & Kultur
Süden der Insel
Putbus wurde als Residenzstadt im klassizistischen Stil geplant. Mittelpunkt ist der Circus, ein runder Platz, an dem alle Straßen zusammenlaufen. Die weiß gestrichenen Häuser gaben Putbus den Beinamen „Weiße Stadt“. Weil Hauskäufer Rosen vor ihre Häuser pflanzen sollten, heißt Putbus auch „Rosenstadt“.
Quelle: Wikipedia: Putbus
Seebäder & Bahn
Wald Goor bei Lauterbach (Putbus)
Für seine Residenzstadt Putbus ließ Fürst Wilhelm Malte I. 1817/18 an der Goor ein Badehaus bauen, entworfen von Johann Gottfried Steinmeyer. Die Fassade prägt eine Säulenhalle mit 18 weißen Säulen. Eine Allee führt vom rund zwei Kilometer entfernten Putbus zum Badehaus. Nach einer Sanierung ist es seit April 2007 ein Hotel.
Quelle: Wikipedia: Goor (Rügen)
Natur & Küste
Rügischer Bodden, vor Lauterbach
Die kleine Insel liegt im Rügischen Bodden, drei Kilometer südöstlich von Lauterbach, und gehört zur Stadt Putbus. Seit 1936 steht sie unter Naturschutz. Der letzte große Holzeinschlag fand 1527 statt; ihre Buchenwälder zählen zu den ältesten und wertvollsten Naturwäldern Norddeutschlands. Das Bundesamt für Naturschutz betreibt hier seine Internationale Naturschutzakademie. Betreten lässt sich Vilm nur mit einer autorisierten Führung ab Lauterbach.
Quelle: Wikipedia: Vilm
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südwestlich der Stadt Garz
Südwestlich der Stadt Garz liegt ein slawischer Burgwall aus dem 8. bis 9. Jahrhundert, 1165 als „Borgar Gardz“ erwähnt. Im Jahr 1300 ließ Fürst Witzlaw III. im alten Wall eine neue Burg mit Kapelle bauen. Nach seinem Tod 1325 verfiel sie. Lange hielt man den Wall für die Burg Charenza, Untersuchungen von 2004 und 2005 sprechen eher für den Burgwall bei Venz.
Quelle: Wikipedia: Garz Castle
Natur & Küste
Halbinsel Zudar, Stadt Garz/Rügen
Der Palmer Ort ist der südlichste Punkt Rügens und der Halbinsel Zudar. Hier geht der Greifswalder Bodden in den Strelasund über. Ein Waldweg, zum Teil als Naturlehrpfad angelegt, führt durch einen kleinen Küstenschutzwald zur Spitze mit einem schmalen, naturbelassenen Sandstrand. Seit 2011 gehört das Gebiet als Nationales Naturerbe der Michael Succow Stiftung.
Quelle: Wikipedia: Palmer Ort
Geschichte & Kultur
Poseritz
Das einschiffige Langhaus entstand von 1302 bis 1325 aus Backstein auf einem Fundament aus Findlingen. Um 1450 erhielt das Schiff ein Kreuzrippengewölbe, auch Turm und Chor stammen aus dieser Zeit. In den 1980er-Jahren wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt und ab 1988 mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wiederhergestellt. Ältestes Ausstattungsstück ist eine gemauerte mittelalterliche Altarmensa.
Quellen: Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Poseritz), Wikipedia: Poseritz
Geschichte & Kultur
Rambin
Die Pfarrkirche von Rambin im Süden Rügens wurde im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt und geht auf einen ersten Kirchenbau des 13. Jahrhunderts zurück. Um 1700 wurde die gotische Backsteinkirche barock umgestaltet. Auf dem Dachfirst sitzt ein Westturm mit spitzem, achteckigem Zeltdach aus Kupferblech. Ältestes Ausstattungsstück ist ein Taufstein aus Kalkstein aus dem 13. Jahrhundert.
Quellen: Wikipedia: St.-Johannes-Kirche (Rambin), visit-mv.com: Village church Rambin
Geschichte & Kultur
Samtens, Dorfplatz
Eine Kirche in Samtens wird 1318 erstmals erwähnt, der heutige Bau entstand im 15. Jahrhundert und zählt in seinem Urzustand zur Backsteingotik. Im 17. Jahrhundert wurde er barock verändert, 1884 kam ein westlicher Vorbau hinzu. Bei der Restaurierung 1935/36 wurden barocke Ausmalungen in Chor und Hauptschiff wiederhergestellt, über dem Gemälde des heiligen Christophorus sind spätgotische Wandmalereien zu sehen. Auf dem Altar steht ein Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert.
Quellen: Wikipedia: Kirche Samtens, visit-mv.com: Church Samtens
Geschichte & Kultur
Bergen auf Rügen
Unter dem rügischen Fürsten Jaromar I. begann um 1180 der Bau der Marienkirche als romanische Basilika mit Querschiff. 1193 wurde sie als Klosterkirche für Nonnen der Benediktiner geweiht. Langschiff und Obergeschoss des Querbaus stammen aus dem 14. Jahrhundert, aus der Zeit der Gotik. Die romanischen Wandmalereien gelten als einziges Beispiel für eine vollständige Ausmalung einer Kirche in Norddeutschland. Die Kirche ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Bergen.
Quellen: Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Bergen), Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Bergen, Ev. Kirchengemeinde Bergen: Geschichte
Geschichte & Kultur
Ralswiek
Graf Hugo Douglas, ein Industrieller schottischer Abstammung, kaufte 1891 das Gut Ralswiek und ließ 1894 bis 1896 ein Schloss im Stil der französischen Renaissanceschlösser an der Loire bauen. Teile der Innenausstattung entwarf Henry van de Velde. Später diente das Haus unter anderem als Altenheim und bis in die 1990er-Jahre als Heim des Deutschen Roten Kreuzes. Seit 2002 ist es nach Restaurierung ein Hotel. Am Ufer des Großen Jasmunder Boddens in Ralswiek finden seit 1993 jeden Sommer die Störtebeker-Festspiele statt.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Schloss Ralswiek, gutshaeuser.de: Ralswiek, Wikipedia: Störtebeker-Festspiele
Geschichte & Kultur
Waase, Insel Ummanz
Die Backsteinkirche wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt, an dieser Stelle hatten Zisterziensermönche schon 1291 eine Kapelle gebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Bekannt ist der spätgotische Antwerpener Schnitzaltar von etwa 1520. Er stand ursprünglich in der Stralsunder Nikolaikirche und wurde 1702 für fünfzig Taler an die Kirche in Waase verkauft.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Waase, Insel Ummanz: St. Marien Church
Geschichte & Kultur
Schaprode
Anfang des 13. Jahrhunderts entstand die Kirche als romanische Basilika, Chorraum und Apsis sind erhalten. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Schiff verkleinert und gotisch überbaut, 1668 kam der hölzerne Dachturm über dem Westgiebel hinzu. Altar, Kanzel und Taufständer stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Tourismuszentrale Rügen nennt sie die drittälteste Kirche der Insel.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Johannes-Kirche Schaprode, visit-mv.com: Village church Schaprode
Geschichte & Kultur
Gingst, Westrügen
Die nach dem Heiligen Jakobus benannte Backsteinkirche entstand um 1300, darauf weist der eingezogene Chor hin. Das dreischiffige Langhaus kam rund hundert Jahre später hinzu. Der ursprüngliche Turm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts brannte 1699 ab. Nach einem Großbrand 1726 wurde die Ausstattung erneuert, in barocken Grundformen mit klassizistischen Details. Nach der St.-Marien-Kirche in Bergen gilt sie als zweitgrößter Kirchenbau der Insel.
Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Jacobi-Kirche Gingst, visit-mv.com: Church St. Jacobi Gingst
Geschichte & Kultur
Trent, Westrügen
Die Kirche wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt und liegt an der sogenannten Heringsstraße. Ältester Teil ist der Chor aus der Zeit um 1400, das dreischiffige gotische Langhaus aus Backstein entstand am Ende des 15. Jahrhunderts weitgehend neu. Der viergeschossige Turm wurde vom Ende des 15. bis ins 17. Jahrhundert gebaut und trägt eine barocke Haube mit Laterne. Ältestes Inventarstück ist ein um 1300 aus Granit gehauener Taufstein.
Quellen: Wikipedia: St.-Katharinen-Kirche (Trent), Tourismuszentrale Rügen: St.-Katharinen-Kirche Trent
Die Quellen nennen teils leicht abweichende Werte. Hier steht jeweils der Wert der genannten Quelle.
Große Teile Rügens stehen unter Naturschutz. Drei Großschutzgebiete prägen die Insel.
Im Nordosten Rügens schützt der Nationalpark die Kreideküste und den Buchenwald der Stubnitz, das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet an der deutschen Ostseeküste. Markantester Punkt ist der 118 Meter hohe Kreidefelsen Königsstuhl. Ein Teil des Buchenwalds gehört zum UNESCO-Welterbe.
Quellen: Wikipedia: Nationalpark Jasmund, BMU-Broschüre Buchenwälder
Das Biosphärenreservat umfasst den Südosten Rügens mit Granitz und Mönchgut, dazu Boddengewässer und die Insel Vilm. Auf kleinstem Raum finden sich hier alle Landschafts- und Küstenformen des Küstenraums Mecklenburg-Vorpommerns. Für Zugvögel ist das Gebiet ein wichtiges Rast- und Brutrevier. Weil es im Regenschatten liegt, ist es das niederschlagsärmste Gebiet in ganz Deutschland.
Quellen: Wikipedia: Biosphärenreservat Südost-Rügen, ruegen.de: The Island of Rügen – Facts and Figures
Der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns besteht etwa zur Hälfte aus offener Ostsee, mehr als ein weiteres Viertel sind Boddengewässer. Von Rügen gehören ein schmaler Streifen am Bodden und Teile der Westküste dazu, außerdem der Großteil von Hiddensee. Im Herbst rasten hier etwa 60.000 Graukraniche.
Quellen: Wikipedia: Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Wikipedia: Rügen
Von den Großsteingräbern bis zur Rügenbrücke: Stationen der Geschichte Rügens.
3500–2800 v. Chr.
Menschen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur errichten Großsteingräber, etwa bei Nobbin und Lancken-Granitz.
Quellen: Wikipedia: Großsteingräber bei Lancken-Granitz, Tourismuszentrale Rügen: Hünengräber Nobbin
ab dem 7. Jh.
Die Ranen, ein westslawisches Volk, siedeln auf Rügen und dem umliegenden Festland.
Quellen: Wikipedia: Ranen, Wikipedia: Rügen
1168
Dänische Truppen unter König Waldemar I. erobern die Tempelburg am Kap Arkona, der Ranenfürst Jaromar I. wird Vasall des dänischen Königs.
Quellen: Wikipedia: Ranen, Wikipedia: Rügen
1304
Ein als Allerheiligenflut bekanntes Sturmhochwasser verwüstet die Insel.
Quelle: Wikipedia: Rügen
1325
Mit dem Tod von Fürst Wizlaw III. erlischt das rügische Fürstenhaus, das Land kommt durch eine Erbverbrüderung an Pommern-Wolgast.
Quellen: Wikipedia: Fürstentum Rügen, Wikipedia: Rügen
1648
Durch den Westfälischen Frieden kommt Rügen an Schweden.
Quelle: Wikipedia: Rügen
1815
Durch den Wiener Kongress fällt Rügen mit Neuvorpommern an Preußen.
Quelle: Wikipedia: Rügen
1818
Die Insel gehört nun zum Regierungsbezirk Stralsund und damit zur preußischen Provinz Pommern.
Quelle: Wikipedia: Rügen
1936
Über den Rügendamm fährt ab dem 5. Oktober die Eisenbahn, im Mai 1937 folgt die Straße.
Quelle: Wikipedia: Strelasundquerung
ab 1945
Zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene kommen nach Rügen.
Quelle: Wikipedia: Rügen
1990
Rügen wird Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Im September entsteht der Nationalpark Jasmund.
2007
Am 20. Oktober wird die Rügenbrücke über den Strelasund eröffnet.
Quelle: Wikipedia: Rügen
2011
Seit der Kreisgebietsreform gehört Rügen zum Landkreis Vorpommern-Rügen.
Quelle: Wikipedia: Rügen