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Rügen

Kreidefelsen, Seebrücken, Schlösser, alte Kirchen und eine Dampfbahn: dreiundzwanzig Orte auf Deutschlands größter Insel, auf einer Karte zum Entdecken.

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    Karte der Insel Rügen Vereinfachte Karte von Rügen und Hiddensee mit dreiundzwanzig markierten Sehenswürdigkeiten. Alle Orte sind unterhalb der Karte auch als Liste aufgeführt. Hiddensee Ostsee Festland Kap ArkonaVittKönigsstuhlProraBaumwipfelpfadSeebrücke BinzJagdschloss GranitzSeebrücke SellinPutbusRasender RolandMarienkircheAltenkirchenSchaabeSchloss SpykerBuskamPfarrwitwenhausLotsenturm ThiessowBadehaus GoorVilmBurgwall GarzSchloss RalswiekKirche WaaseSchaprode

    Vereinfachte Karte, nicht zur Navigation. Die Linie der Bahn verbindet die Ortsmitten und zeigt nicht den genauen Gleisverlauf.

    Alle dreiundzwanzig Orte

    Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Fahrpläne ändern sich. Bitte prüfe sie vor deinem Besuch beim jeweiligen Betreiber.

    Norden (6)

    • Natur & Küste

      Kap Arkona

      Halbinsel Wittow

      Am nördlichsten Punkt Rügens fällt ein Steilufer aus Kreide und Geschiebemergel zur Ostsee ab. Auf engem Raum stehen hier zwei Leuchttürme und ein Peilturm. An der äußersten Spitze lag die Jaromarsburg, eine slawische Tempelburg. Weil das Kliff immer wieder abbricht, ist von ihr heute vor allem der Wall zu sehen.

      Steilufer
      ca. 43 m hoch
      Alter Leuchtturm
      1826/27 erbaut, oft Schinkel zugeschrieben (umstritten)
      Neuer Leuchtturm
      1901/02 erbaut, 35 m hoch, seit 1905 in Betrieb
      Peilturm
      1927 aus Backstein errichtet
      Jaromarsburg
      Kultstätte der Ranen für den Gott Swantewit, 1168 vom dänischen König Waldemar I. erobert

      Quellen: Wikipedia: Kap Arkona, Wikipedia: Cape Arkona Lighthouses

    • Geschichte & Kultur

      Fischerdorf Vitt

      Gemeinde Putgarten

      Das kleine Fischerdorf Vitt gehört wie das Kap zur Gemeinde Putgarten. Zwischen Arkona und Vitt führt die Veilchentreppe hinunter an den Strand. Von Putgarten aus fährt die Kap-Arkona-Bahn sowohl zum Kap als auch nach Vitt.

      Quelle: Wikipedia: Kap Arkona

    • Natur & Küste

      Königsstuhl

      Nationalpark Jasmund

      Der Kreidefelsen Königsstuhl liegt im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, etwa sieben Kilometer nördlich von Sassnitz. Seit 2023 gibt es dort einen Skywalk als Aussichtsplattform. Hinter der Küste wachsen alte Buchenwälder, von denen ein Teil zum UNESCO-Welterbe gehört.

      Königsstuhl
      118 m über Normalhöhennull
      Skywalk
      eröffnet 2023
      Nationalpark
      gegründet am 12. September 1990, 3.003 ha
      Welterbe
      seit 25. Juni 2011, 493 ha Buchenwald im Herzen des Parks
      Höchster Punkt
      Piekberg, 161 m

      Quellen: Wikipedia: Königsstuhl, Wikipedia: Nationalpark Jasmund, Nationalpark Jasmund, Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

    • Geschichte & Kultur

      Pfarrkirche Altenkirchen

      Gemeinde Altenkirchen

      Dänische Bauleute begannen ab 1168 mit dem Bau der Kirche, 1200 wurde sie geweiht. Sie gilt neben der St.-Marien-Kirche in Bergen als ältestes Gotteshaus auf Rügen und wird der Backsteinromanik zugerechnet. In die Sakristei ist ein liegender Bildstein eingelassen, der nach einer Deutung einen Priester des Slawengottes Svantovit darstellt. Von 1792 bis 1808 war Ludwig Gotthard Kosegarten hier Pfarrer.

      Baubeginn
      ab 1168
      Geweiht
      1200
      Glockenstuhl
      freistehend aus Holz, Datierung offen (17. Jahrhundert oder 1360)
      Auszeichnung
      Kirche des Jahres 2023 (Publikumswahl der Stiftung KiBa)

      Quellen: Wikipedia: Pfarrkirche Altenkirchen, evangelisch.de: Kirche des Jahres 2023 (17.05.2023)

    • Natur & Küste

      Schaabe

      zwischen Glowe und Juliusruh

      Die fast zwölf Kilometer lange Nehrung verbindet die Halbinseln Jasmund und Wittow. Sie begrenzt sichelförmig die Tromper Wiek und trennt auf der anderen Seite den Großen Jasmunder Bodden von der Ostsee. Der feine Sand bildet eine große natürliche Badebucht zwischen Glowe und Juliusruh. Hinter der mit Strandhafer bepflanzten Düne stehen Kiefern, Birken und Eichen.

      Länge
      fast 12 km
      Breite
      600 bis 2.000 m
      Entstehung
      begann vor etwa 4.500 Jahren

      Quelle: Wikipedia: Schaabe

    • Geschichte & Kultur

      Schloss Spyker

      Gemeinde Glowe

      Der dreigeschossige, verputzte Backsteinbau mit vier runden Ecktürmen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nachdem Königin Christine 1649 den Reichsadmiral Carl Gustav Wrangel mit dem Besitz belehnt hatte, wurde er ab 1650 zum Renaissanceschloss umgestaltet. Der Putz in schwedischem Falunrot ist für Rügen untypisch. Das Schloss gilt als ältester Profanbau der Insel und wird seit 1990 als Hotel genutzt.

      Erste Erwähnung
      Spycker 1318
      Umbau
      ab 1650 zum Renaissanceschloss
      Stuckdecken
      um 1652

      Quelle: Wikipedia: Schloss Spyker

    Osten (9)

    • Geschichte & Kultur

      Prora

      Prorer Wiek

      In den 1930er-Jahren ließ die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ hier ein riesiges Seebad bauen, das 20.000 Urlauber gleichzeitig aufnehmen sollte. Die Anlage ist bis heute als „Koloss von Rügen“ bekannt. Das Dokumentationszentrum Prora erklärt in der Dauerausstellung „MACHTUrlaub“, wofür die Anlage gedacht war.

      Bauzeit
      1936 bis 1939
      Länge
      etwa 4,7 km
      Dokumentationszentrum
      gegründet 2000, Block III, Dritte Straße 4, 18609 Prora

      Quelle: Dokumentationszentrum Prora

    • Seebäder & Bahn

      Seebrücke Binz

      Ostseebad Binz

      Die heutige Seebrücke des Ostseebads Binz wurde Mitte der 1990er-Jahre eingeweiht.

      Länge
      370 m
      Eingeweiht
      21. Mai 1994

      Quelle: Wikipedia: Seebrücke Binz

    • Geschichte & Kultur

      Jagdschloss Granitz

      Granitz

      In der Granitz ließ sich Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ein Jagdschloss bauen. Herzstück ist der Mittelturm, in dem eine gusseiserne Wendeltreppe nach oben führt. Heute ist das Schloss ein Museum.

      Bauzeit
      1838 bis 1846
      Architekt
      Johann Gottfried Steinmeyer, Mittelturm nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel
      Mittelturm
      38 m hoch, 154 gusseiserne Stufen

      Quelle: Wikipedia: Granitz Hunting Lodge

    • Seebäder & Bahn

      Seebrücke Sellin

      Ostseebad Sellin

      Die erste Selliner Seebrücke entstand 1906. Nach der Schließung 1978 wurde sie in ihrer historischen Gestalt von 1927 rekonstruiert und 1998 feierlich wiedereröffnet.

      Länge
      394 m
      Erste Brücke
      1906
      Geschlossen
      1978
      Wiedereröffnet
      1998

      Quelle: Ostseebad Sellin

    • Seebäder & Bahn

      Rasender Roland

      Putbus – Binz – Sellin – Göhren

      „Rasender Roland“ nennt der Volksmund die Schmalspurbahn von Putbus über Binz und Sellin nach Göhren. Sie wurde zwischen 1895 und 1899 abschnittsweise eröffnet und wird heute von der Rügenschen Bäderbahn betrieben.

      Strecke
      Putbus bis Göhren, 24,1 km
      Spurweite
      750 mm
      Eröffnet
      1895 bis Binz, 1896 bis Sellin, 1899 bis Göhren

      Quelle: Wikipedia: Rügensche Kleinbahn

    • Natur & Küste

      Buskam

      Ostsee vor dem Kap Nordperd

      Etwa 350 Meter vor der Strandlinie am Kap Nordperd liegt der Buskam in der Ostsee, einer der größten bisher in Norddeutschland gefundenen Findlinge. Der Granit kam vermutlich mit dem skandinavischen Inlandeis der letzten Eiszeit nach Rügen. Sein Gefüge entspricht dem Hammergranit von Bornholm.

      Gewicht
      nach neuerer Vermessung etwa 550 t (früher mit 1.600 t angegeben)
      Volumen
      206 m³
      Umfang
      24 m oberhalb des Wassers

      Quelle: Wikipedia: Buskam

    • Geschichte & Kultur

      Pfarrwitwenhaus Groß Zicker

      Groß Zicker, Halbinsel Mönchgut

      Das reetgedeckte Hallenhaus wurde 1719/20 aus Holz, Lehm und Rohr gebaut und diente der Versorgung der Pfarrwitwen. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern auf Rügen, ist weiterhin in Kirchenbesitz und dient heute als kleines Museum und für Ausstellungen.

      Erbaut
      1719/20
      Bauweise
      niederdeutsches Zweiständerhaus
      Adresse
      Boddenstraße 35, 18586 Gager OT Groß Zicker

      Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Pfarrwitwenhaus Groß Zicker, visit-mv.com: Parish widows home

    • Geschichte & Kultur

      Lotsenturm Thiessow

      Lotsenberg bei Thiessow

      Südöstlich von Thiessow, nahe dem Südperd, steht auf dem Lotsenberg ein Turm in Stahlfachwerk, 2003 nach historischen Vorbildern errichtet; sein Vorgänger stammte von 1909. Die überdachte Aussichtsplattform liegt in 13 Metern Höhe. Die Lotsenwache am Fuß des Turms stammt von 1854, der Lotsenwachturm war bis etwa 1977 in Betrieb.

      Turm
      2003 errichtet, mit Antennenmast 34 m hoch
      Lotsenberg
      35,6 m über NHN
      Lotsenwache
      1854

      Quelle: Wikipedia: Lotsenturm Thiessow

    Süden (4)

    • Geschichte & Kultur

      Putbus und der Circus

      Süden der Insel

      Putbus wurde als Residenzstadt im klassizistischen Stil geplant. Mittelpunkt ist der Circus, ein runder Platz, an dem alle Straßen zusammenlaufen. Die weiß gestrichenen Häuser gaben Putbus den Beinamen „Weiße Stadt“. Weil Hauskäufer Rosen vor ihre Häuser pflanzen sollten, heißt Putbus auch „Rosenstadt“.

      Gegründet
      1810 durch Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus
      Circus
      ab 1828 angelegt, bis etwa 1845 bebaut

      Quelle: Wikipedia: Putbus

    • Seebäder & Bahn

      Badehaus Goor

      Wald Goor bei Lauterbach (Putbus)

      Für seine Residenzstadt Putbus ließ Fürst Wilhelm Malte I. 1817/18 an der Goor ein Badehaus bauen, entworfen von Johann Gottfried Steinmeyer. Die Fassade prägt eine Säulenhalle mit 18 weißen Säulen. Eine rund zwei Kilometer lange Allee verbindet Putbus mit dem Badehaus. Nach einer Sanierung ist es seit April 2007 ein Hotel.

      Erbaut
      1817/18
      Architekt
      Johann Gottfried Steinmeyer
      Goor
      Wald von etwa 7 ha, vor allem Buchen und Stieleichen, Naturschutzgebiet

      Quelle: Wikipedia: Goor (Rügen)

    • Natur & Küste

      Insel Vilm

      Rügischer Bodden, vor Lauterbach

      Die kleine Insel liegt im Rügischen Bodden, drei Kilometer südöstlich von Lauterbach, und gehört zur Stadt Putbus. Seit 1936 steht sie unter Naturschutz. Weil der letzte große Holzeinschlag 1527 stattfand, zählen ihre Buchenwälder zu den ältesten Naturwäldern Norddeutschlands. Das Bundesamt für Naturschutz betreibt hier seine Internationale Naturschutzakademie. Betreten lässt sich Vilm nur mit einer autorisierten Führung ab Lauterbach.

      Fläche
      0,94 km²
      Länge
      2,5 km
      Naturschutz
      seit 2. Dezember 1936

      Quelle: Wikipedia: Vilm

    • Geschichte & Kultur

      Burgwall Garz

      südwestlich der Stadt Garz

      Südwestlich der Stadt Garz liegt ein slawischer Burgwall aus dem 8. bis 9. Jahrhundert, 1165 als „Borgar Gardz“ erwähnt. Im Jahr 1300 ließ Fürst Witzlaw III. im alten Wall eine neue Burg mit Kapelle bauen. Nach seinem Tod 1325 verfiel sie. Lange hielt man den Wall für die Burg Charenza, Untersuchungen von 2004 und 2005 sprechen eher für den Burgwall bei Venz.

      Entstehung
      8. bis 9. Jahrhundert
      Ausdehnung
      etwa 200 m lang und 140 m breit
      Höhe
      15 m über NN

      Quelle: Wikipedia: Garz Castle

    Westen & Inselmitte (4)

    • Geschichte & Kultur

      St.-Marien-Kirche Bergen

      Bergen auf Rügen

      Unter dem rügischen Fürsten Jaromar I. begann um 1180 der Bau der Marienkirche als romanische Basilika mit Querschiff. 1193 wurde sie als Klosterkirche für Nonnen der Benediktiner geweiht. Langschiff und Obergeschoss des Querbaus stammen aus dem 14. Jahrhundert, aus der Zeit der Gotik. Die romanischen Wandmalereien gelten als einziges Beispiel für eine vollständige Ausmalung einer Kirche in Norddeutschland. Die Kirche ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Bergen.

      Baubeginn
      um 1180 unter Jaromar I.
      Geweiht
      1193 als Klosterkirche
      Wandmalereien
      romanisch, 1896 bis 1903 von August Oetken restauriert
      Adresse
      Kirchplatz 3, 18528 Bergen auf Rügen

      Quellen: Wikipedia: St.-Marien-Kirche (Bergen), Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Bergen, Ev. Kirchengemeinde Bergen: Geschichte

    • Geschichte & Kultur

      Schloss Ralswiek

      Ralswiek

      Graf Hugo Douglas, ein Industrieller schottischer Abstammung, kaufte 1891 das Gut Ralswiek und ließ 1894 bis 1896 ein Schloss im Stil der französischen Renaissanceschlösser an der Loire bauen. Teile der Innenausstattung entwarf Henry van de Velde. Später diente das Haus unter anderem als Altenheim und bis in die 1990er-Jahre als Heim des Deutschen Roten Kreuzes. Seit 2002 ist es nach Restaurierung ein Hotel. Am Ufer unterhalb des Schlosses finden im Sommer die Störtebeker-Festspiele statt.

      Bauzeit
      1894 bis 1896
      Bauherr
      Hugo Sholto Oskar Georg Graf Douglas
      Architekt
      G. Stroh, Berlin
      Adresse
      Parkstraße 3, 18528 Ralswiek

      Quellen: Tourismuszentrale Rügen: Schloss Ralswiek, gutshaeuser.de: Ralswiek

    • Geschichte & Kultur

      St.-Marien-Kirche Waase

      Waase, Insel Ummanz

      Die Backsteinkirche wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt, an dieser Stelle hatten Zisterziensermönche schon 1291 eine Kapelle gebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Bekannt ist der spätgotische Antwerpener Schnitzaltar von etwa 1520. Er stand ursprünglich in der Stralsunder Nikolaikirche und wurde 1702 für fünfzig Taler an die Kirche in Waase verkauft.

      Erste Erwähnung
      1322
      Altar
      Antwerpen, um 1520, seit 1702 in Waase
      Adresse
      Am Focker Strom 17, 18569 Ummanz OT Waase

      Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Marien-Kirche Waase, Insel Ummanz: St. Marien Church

    • Geschichte & Kultur

      St.-Johannes-Kirche Schaprode

      Schaprode

      Anfang des 13. Jahrhunderts entstand die Kirche als romanische Basilika, Chorraum und Apsis sind erhalten. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Schiff verkleinert und gotisch überbaut, 1668 kam der hölzerne Dachturm über dem Westgiebel hinzu. Altar, Kanzel und Taufständer stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Tourismuszentrale Rügen nennt sie die drittälteste Kirche der Insel.

      Erbaut
      Anfang des 13. Jahrhunderts
      Dachturm
      1668
      Orgel
      1895, 12 Register

      Quellen: Tourismuszentrale Rügen: St.-Johannes-Kirche Schaprode, visit-mv.com: Village church Schaprode